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Pressemitteilungen

Umsatzrückgang bei Knorr-Bremse durch massiven Markteinbruch im Nutzfahrzeugbereich

14. Januar 2010 [Knorr-Bremse Konzern]

  • Umsatzrückgang auf Konzernebene um -18 %
  • Umsatzanstieg im Schienenfahrzeugbereich
  • Strategische Investitionen in Innovationen, Standorte und Akquisitionen

Knorr-Bremse Konzern

Der Knorr-Bremse Konzern hat im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 2,76 Mrd. EUR erzielt (Vorjahr: 3,38 Mrd. EUR). In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld profitierte das Unternehmen von seiner starken strategischen Aufstellung mit den beiden Bereichen Systeme für Schienenfahrzeuge und Systeme für Nutzfahrzeuge, deren Märkte sich unterschiedlich entwickelten.

Der Schienenfahrzeugbereich steigerte seinen Umsatz trotz eines starken Rückgangs im Geschäft mit Güterwagen und Lokomotiven auf 1,55 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,43 Mrd. EUR). Vor allem in Asien konnte das Geschäft deutlich ausgeweitet und ein Umsatzanstieg von rund 80 % erzielt werden. Hier profitiert Knorr-Bremse von seiner bereits seit Ende der Achtziger Jahre bestehenden Marktpräsenz. Zur Fortführung der auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Firmenpolitik wurde im Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge 2009 unter anderem das neue Entwicklungszentrum für Türsysteme in Kematen, Österreich, eingeweiht und das Richtfest für das neue Werk für Bremssysteme in Budapest, Ungarn, begangen. Darüber hinaus hat Knorr-Bremse im vergangenen Jahr durch gezielte Akquisitionen seine Marktposition im Schienenfahrzeugbereich in einer Reihe von Feldern ausgebaut.

Der Nutzfahrzeugbereich erlebte 2009 aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise einen drastischen Einbruch der Nutzfahrzeugproduktion und einen Umsatzrückgang auf 1,22 Mrd. EUR (Vorjahr: 1,97 Mrd. EUR). Zur Anpassung der Prozesse und Strukturen an ein anhaltend niedrigeres Marktniveau wurden 2009 weitere Schritte des bereits Ende 2008 gestarteten Kostenreduzierungsprogramms umgesetzt. Die Personalkapazität, insbesondere im Entwicklungsbereich, wurde dabei deutlich unterproportional zum Marktrückgang reduziert, um Innovationen in enger Abstimmung mit den Kunden weiter voranzutreiben. Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Produktionsstandorte wurde 2009 eine neue Fabrik in Liberec, Tschechien, aufgebaut. Neben einer Erweiterung der Kapazitäten ermöglichen die Neubauten in beiden Unternehmensbereichen die Umsetzung moderner Produktions- und Logistikkonzepte.

Die drei großen Regionen Europa, Amerika sowie Asien/Australien, nach denen der Knorr-Bremse Konzern sein Geschäft führt, haben wie folgt zur Umsatzentwicklung beigetragen.

Region Europa

In der Region Europa ging der Umsatz 2009 auf 1,84 Mrd. EUR zurück (Vorjahr: 2,46 Mrd. EUR). Der Bereich Systeme für Schienenfahrzeuge konnte eine positive Umsatzentwicklung in der Region verzeichnen. Der Nutzfahrzeugbereich wurde in Europa von dem bekannten massiven Einbruch des Erstausrüstermarkts um -65 % gegenüber dem Vorjahr hart getroffen.

Region Amerika

In der gesamten Region Amerika erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 661 Mio. EUR (Vorjahr: 772 Mio. EUR). In Nordamerika agierten beide Bereiche in einem schwächeren Marktumfeld als im Vorjahr. Der Schienenfahrzeugbereich wurde in Nordamerika mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert und litt insbesondere unter dem Einbruch des Güterverkehrs. Im Nutzfahrzeugbereich kam es trotz eines bereits 2008 sehr niedrigen Marktvolumens im dritten Jahr in Folge zu einem Rückgang der Nutzfahrzeugproduktion. In Südamerika gab es in beiden Bereichen Rückgänge.

Region Asien/Australien

Der Umsatz der Gesellschaften im asiatisch-pazifischen Raum stieg 2009 um rund 40 % auf 530 Mio. EUR (Vorjahr: 376 Mio. EUR). Der Schienenfahrzeugbereich konnte seinen Umsatz in der Region um rund 80 % steigern. Treiber der positiven Entwicklung war erneut China, wo Knorr-Bremse im Oktober mit rund 500 Mio. EUR den größten Auftrag der über hundertjährigen Firmengeschichte erhalten hat: Das Unternehmen wird zusammen mit seinen chinesischen Partnern insgesamt 2.720 neue Wagen des chinesischen Hochgeschwindigkeitszugs CRH3 mit Brems- und Türsystemen ausrüsten. 1.280 Wagen davon erhalten außerdem Klimaanlagen von Knorr-Bremse. Der Nutzfahrzeugbereich agierte auch in Asien in einem schwierigen Marktumfeld.

Ausblick auf das Jahr 2010

Für das Jahr 2010 geht der Knorr-Bremse Konzern weiterhin von einer schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage und kurzfristig nicht von einer signifikanten Erholung der Nutzfahrzeugmärkte aus. Verhalten wird außerdem die Nachfrage im Güterschienenverkehr in Europa und den USA verlaufen. Der schienengebundene Personenverkehr dürfte sich positiv entwickeln.

Die Bilanz-Pressekonferenz findet am 25. März 2010 um 10.00 Uhr in München statt.

Der Knorr-Bremse Konzern ist weltweit der führende Hersteller von Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt das Unternehmen seit über 100 Jahren maßgeblich Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind im Bereich Systeme für Schienenfahr-zeuge automatische, elektropneumatisch oder elektrisch angetriebene Einstiegssysteme, außerdem Klimaanlagen, Steuerungskomponenten, Toiletten und Scheibenwischer sowie Bahnsteigtüren. Das Produktspektrum des Bereichs Systeme für Nutzfahrzeuge umfasst neben dem kompletten Bremssystem inklusive Fahrerassistenzsystemen Drehschwin-gungsdämpfer und Lösungen rund um den Antriebsstrang wie das Pneumatic Booster Sys-tem (PBS) und Getriebesteuerung zur Effizienzverbesserung und Kraftstoffeinsparung.

Christoph Günter

Leiter Unternehmenskommunikation

Tel.: +49 89 3547 1402
Fax: +49 89 3547 1403

Eva Schindler

Unternehmenskommunikation Fachpresse

Tel.: +49 89 3547 1498
Fax: +49 89 3547 1403

Knorr-Bremse AG
Moosacher Straße 80
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Deutschland

E-Mail: presse@knorr-bremse.com